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Kuala Lumpur, Malaysia (DAS)

Lesen Sie hier Erfahrungsberichte aus Kuala Lumpur, Malaysia

Deutsche Schule Kuala Lumpur (Gesamtschule), Kuala Lumpur, Malaysia (Sport / Geschichte)

Statue bei Stra?enfest

Foto: privat

Zeitraum: August 2025 - Februar 2026 (WiSe) |?
Schulinfos: hierExterner Link

Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

W?hrend meines Praxissemesters war ich an der Deutsche Schule Kuala Lumpur in Kuala Lumpur t?tig. Die Bewerbung verlief unkompliziert: ?ber die auf der Schulwebsite angegebene E-Mail-Adresse nahm ich Å·ÖÞ±­Í¶×¢µØÖ·_Ã÷ÉýÌåÓý-¾º²Ê×ãÇò±È·ÖÍÆ¼ö auf, f¨¹hrte ein Bewerbungsgespr?ch und erhielt nach weiterem Austausch meine Zusage. Nachdem ich einige erforderliche Dokumente, unter anderem ein F¨¹hrungszeugnis, eingereicht hatte, k¨¹mmerte sich die Schule vollst?ndig um mein Arbeitsvisum. Abgesehen von der Bereitstellung meiner Unterlagen hatte ich damit keinen weiteren Aufwand.

Etwa f¨¹nf Tage vor Praktikumsbeginn reiste ich an, um mich an Klima und Zeitverschiebung zu gew?hnen. Aufgrund vorheriger Pr¨¹fungstermine war eine fr¨¹here Anreise leider nicht m?glich. Der Flug nach Kuala Lumpur war ¨¹berraschend g¨¹nstig (ca. 350¨C450 €), was auch daran liegt, dass die Stadt zu den wichtigsten Drehkreuzen S¨¹dostasiens z?hlt. Von dort aus lassen sich viele weitere L?nder ?u?erst preiswert bereisen, was einen enormen Vorteil darstellt. Dank des Arbeitsvisums ist das Aus- und Wiedereinreisen problemlos m?glich. So konnte ich neben Malaysia auch Indonesien und Sri Lanka erkunden. Andere Praktikanten reisten zus?tzlich z.B. nach Thailand.

Unterkunft

Malaysia verf¨¹gt im s¨¹dostasiatischen Vergleich ¨¹ber einen hohen Lebensstandard und bietet den wohl europ?ischsten Aufenthalt in der Region, ohne dabei Europa zu sein. Hygienestandards und Alltagskomfort unterscheiden sich in Teilen weiterhin von europ?ischen Gewohnheiten. Dennoch erf¨¹llten sie meine Standards vollkommen. Zus?tzlich findet man insbesondere in Kuala Lumpur alles, was man zum Leben braucht, und das in sehr unterschiedlichen Auspr?gungen: Vom luxuri?sen Apartment im 30. Stock mit Pool und Fitnessstudio bis zur einfachen Einzimmerwohnung ¨¹ber einem lokalen Gesch?ft ist alles m?glich. Die kosten unterscheiden sich dabei offensichtlich auch, so ist das Apartment bei ca. 200€ im Monat angesiedelt und die Wohnung ¨¹ber dem lokalen Gesch?ft nat¨¹rlich deutlich billiger. Ein AirBnB mit vergleichbaren Standards beginnt erst ab 300€ im Monat und bietet f¨¹r das Geld kein gutes Preisleistungsverh?ltnis. Mit der Ankunft muss man sich zun?chst um eine Unterkunft k¨¹mmern. Ab den kommenden Semestern stellt die Schule eine Wohnung f¨¹r Praktikanten zur Verf¨¹gung. Dadurch reduzieren sich die Lebenshaltungskosten deutlich. Was jedoch ¨¹berall gleich bleibt, ist die au?ergew?hnliche Freundlichkeit der Menschen. Unabh?ngig davon, wo man sich befindet, begegnen einem die Menschen offen, hilfsbereit und respektvoll. Gerade diese Erfahrungen haben meinen Aufenthalt besonders gepr?gt.

Finanzen

Die Schule zahlte mir eine kleine Verg¨¹tung, die meinen Alltag, Miete, Essen, Transport, deckte. Luxus war damit nicht m?glich, aber ein angenehmes Leben durchaus. Wer aufwendiger reisen oder komfortabler wohnen m?chte, sollte zus?tzliche R¨¹cklagen einplanen. Zwar wird die finanzielle Unterst¨¹tzung mittlerweile zugunsten der Unterkunft gek¨¹rzt, dennoch bleibt das Gesamtpaket attraktiv.?

Leben an der Schule

Auch die Schule hat mich positiv ¨¹berrascht, auch wenn es einige Dinge gab, die f¨¹r das deutsche Auge skurril wirken. Vor Betreten des Schulgel?ndes fand z.B. t?glich ein Security-Check statt. Die Guards waren 24/7 an der Schule, auch in den Ferien. Die Schule wiederum ist vergleichsweise klein. Jede Jahrgangsstufe hatte eine Klasse, die gr??te mit 22, die kleinste mit 7 Sch¨¹lerinnen und Sch¨¹lern. Das Lernklima war ausgesprochen angenehm. Die Sch¨¹lerschaft war offen und freundlich, ebenso das Kollegium. Dank eines engagierten Schulleiters herrschte eine lockere, unterst¨¹tzende Atmosph?re. Bei Problemen konnte man sich jederzeit an Lehrkr?fte oder die Schulleitung wenden.?

Zu Beginn des Schuljahres konnten wir unsere Stunden weitgehend selbst w?hlen, lediglich einige Pflichtstunden, ¨¹berwiegend im Grundschulbereich, mussten ¨¹bernommen werden. In der Sekundarstufe leitete ich gezwungenerma?en das Lernb¨¹ro (betreute Hausaufgabenzeit). Gl¨¹cklicherweise geh?rte dieses ab einem gewissen Zeitraum zu meinen Lieblingsstunden am Tag. Dar¨¹ber hinaus engagierte ich mich freiwillig und ¨¹bernahm zus?tzlich eine Schwimm-AG sowie die SOAS-AG. Zwang bestand dabei nicht. Eigeninitiative wurde jedoch ausdr¨¹cklich gef?rdert und durch die Sch¨¹ler auch belohnt. Diese freuten sich, wenn man viel mit ihnen machte. Mit meinem Geschichtsmentor arbeitete ich besonders intensiv zusammen. W?hrend Hospitationen erkl?rte er detailliert seine didaktischen Entscheidungen und reflektierte seinen eigenen Unterricht transparent. Nach meinen eigenen Unterrichtsversuchen erhielt ich permanent umfangreiches, schriftliches Feedback (mindestens zwei Seiten pro Stunde), das wir anschlie?end gemeinsam auswerteten.

Im Fach Sport verlief die Betreuung weniger strukturiert, dennoch konstruktiv. Auf Nachfrage erhielt ich hilfreiches Feedback und konnte viel eigenverantwortlich unterrichten, unter anderem die komplette 5. und 10. Klasse. Mein Sportmentor stellte mir umfangreiches Material zur Verf¨¹gung, h?ufig passend zu zuvor reflektierten Unterrichtsschwerpunkten. Auch im Fach Geschichte durfte ich s?mtliche Materialien frei nutzen. Bei Bedarf bot mein Mentor sogar an, zus?tzliche Materialien oder Literatur anzuschaffen, wenn ich mir sie f¨¹r den Unterricht w¨¹nschte oder als sinnvoll erachtete.

Neben dem Schulalltag bot sich auch die Gelegenheit, privat Nachhilfe zu geben. Ich lernte auf einem Ausflug eine malaysische Familie kennen, deren Kindern ich nachmittags Deutschunterricht gab. Auch ¨¹ber die Schule werden regelm??ig Nachhilfen, insbesondere in Mathematik und Deutsch gesucht. F¨¹r ein kleines Taschengeld bieten sich diese Optionen super an. An der Schule waren wir insgesamt sieben Praktikanten und verbrachten auch au?erhalb der Schule viel Zeit miteinander. Aus dieser gemeinsamen Erfahrung sind bis heute Freundschaften entstanden.

Freizeit

Wer nach Malaysia reist wird um das Essen nicht herumkommen. Dieses ist in Malaysia nicht nur Versorgung, sondern eine kulturelle Erfahrung. Durch die ethnische Vielfalt, malaiische, chinesische, indische und pakistanische Einfl¨¹sse, findet man nahezu jede K¨¹che. Die gerade aufgez?hlten K¨¹chen kosteten immer rund um die 2€ pro Mahlzeit. Es gibt auch etliche westliche Optionen, diese liegen wiederum bei ca 5€ pro Mahlzeit, was sich auch vollkommen vertreten l?sst. Diese kulinarische Vielfalt ist f¨¹r mich eines der st?rksten Argumente f¨¹r Malaysia: Man entdeckt st?ndig Neues, ohne dass es teuer wird. Ein pers?nlicher Tipp f¨¹r unterwegs: Roti Canai ¨C ein knusprig angebratener Teigfladen f¨¹r etwa 25 Cent pro St¨¹ck. Drei bis vier St¨¹ck reichen v?llig aus. Als s¨¹?e Variante empfiehlt sich Roti Milo mit Schokoladenf¨¹llung, ideal als Snack auf Reisen. Am besten ist aber sich durch die Essensvielfalt durchzuprobieren. Spoiler: Du wirst es nicht schaffen alles zu probieren.

Kuala Lumpur bietet neben dem Essen noch ein enormes Freizeitangebot: Freizeitparks, Go-Kart-Bahnen, Surfspots, riesige Malls und vor allem vielf?ltige Sportm?glichkeiten. Besonders verbreitet sind Pickleball und Badminton; in vielen Wohnanlagen (?Condos¡°) geh?ren Fitnessstudios zur Standardausstattung. ?ffentliche Verkehrsmittel sind vorhanden, allerdings nicht immer optimal. In vielen F?llen ist ein Grab (vergleichbar mit Uber) die praktischere L?sung. Gegen Ende meines Praxissemesters wohnte ich in Laufweite zur Schule, was ein gro?er Komfortgewinn war.

An den Wochenenden unternahm ich regelm??ig Reisen innerhalb Malaysias, zum Surfen, Wandern oder einfach zum Entspannen. Besonders empfehlenswert sind die Inseln wie Pulau Perhentian oder die Region Borneo. Dort erlebt man Prim?rregenwald, eine beeindruckende Tierwelt und Einblicke in indigene Kulturen. F¨¹r Borneo sollte man jedoch ausreichend Zeit einplanen.

Allgemeines

Malaysia ist mehrheitlich muslimisch gepr?gt. Einschr?nkungen habe ich jedoch weder f¨¹r mich noch f¨¹r Freundinnen wahrgenommen. Zwar tragen viele Frauen Kopftuch, und k?rperlicher Å·ÖÞ±­Í¶×¢µØÖ·_Ã÷ÉýÌåÓý-¾º²Ê×ãÇò±È·ÖÍÆ¼ö wie H?ndesch¨¹tteln wird nicht praktiziert, dies wird jedoch respektvoll und selbstverst?ndlich gehandhabt. Gerade in Kuala Lumpur ist die kulturelle Vielfalt sehr pr?sent. Unterschiedliche Religionen, Sprachen und Lebensstile pr?gen das Stadtbild. Die Metropole wirkt dadurch weltoffen und international. Malaysia vereint f¨¹r mich hohen Lebensstandard, kulturelle Vielfalt, g¨¹nstige Lebenshaltungskosten und hervorragende Reisem?glichkeiten innerhalb S¨¹dostasiens. Doch was dieses Land f¨¹r mich wirklich besonders macht, sind die Menschen, ihre Offenheit, ihre Hilfsbereitschaft und ihre Selbstverst?ndlichkeit, Unterst¨¹tzung anzubieten. Unabh?ngig von Herkunft oder Status. Mein Praxissemester in Kuala Lumpur war nicht nur eine schulpraktische Erfahrung, sondern eine pr?gende Lebensphase, die mich fachlich wie pers?nlich extrem bereichert hat.